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Schwarze Samojeden



Schwarze Samojeden


Hin und wieder liest man noch von ihnen, den schwarzen Samojeden. Julius Wipfel schrieb ausführlich über sie in seinem Buch „Eurasier“ und wie ich bereits auf den vorangegangenen Seiten erklärt habe, ist die schwarze Fellfarbe beim Eurasier heute ein reines Samojedenerbe. Wo also sind sie hin, die schwarzen Samojeden?

Tatsächlich dauerte die Ära der schwarzen Samojeden nur vier Generationen und der letzte Wurf schwarzer Samojeden wurde noch vor dem 1. Weltkrieg geboren. Seither sind sie von der Bildfläche verschwunden und werden ohne Fremdeinkreuzung oder eine sehr unwahrscheinliche genetische Mutation auch nie wieder erscheinen.

Begonnen hat alles mit „Sabarka“, einem aus der Gegend von Archangelsk stammenden Rüden, der 1889 von Ernest Kilburn-Scott nach England importiert wurde. Sabarka war einheitlich braun (beim Eurasier würden wir „leberfarben“ sagen) mit weißen Abzeichen und wer auf den vorangegangenen Seiten aufgepassst hat, weiß, dass seine Grundfarbe damit Schwarz war. Ob es sich um dominantes oder rezessives Schwarz handelte, ist heute natürlich nicht mehr feststellbar, im Genpool der heutigen Samojeden sind beide Formen vorhanden. Sabarka wurde in England mit der Hündin „Whitey Petchora“ verpaart, ebenfalls eines Import-Hündin. Man würde es anhand des Fotos nicht vermuten, aber genetisch gesehen war sie tatsächlich weiß; heute würde man beim Samojeden „bisquitfarben“ sagen, salopp ausgedrückt „dunkel-weiß“. Dieser Verbindung entstammten zwei Welpen, die weiße „Neva“ und der schwarze „Peter the Great“. Damit ist klar, dass Sabarka Weißträger war, sein Genotyp am E-Locus war also E/e, Whitey Petchora trug den Genotyp e/e, ebenso Neva. Peter the Greats Genotyp war damit E/e (und B/b, aber das ist hier jetzt irrelevant) und auch er ging in die Zucht. Sein einziger Sohn, Pedro, besaß ebefalls einen funktionierenden Mc1-Rezeptor und war damit schwarz, da seine Mutter „Alaska“ jedoch weiß war, besaß auch er den Genotyp E/e. Er war der letzte schwarze Samojede, mit dem weitergezüchtet wurde und der noch heute lebende Nachfahren hat. Seine weiße Tochter „Tamara“, links auf dem Bild zu sehen, war in den USA sehr erfolgreich im Ausstellungsring; sie und zwei Halbbrüder setzten die Linie bis heute fort, nur – sie waren alle drei weiß, Genotyp e/e.

Da sie nur mit weißen Hunden verpaart wurden, war die schwarze Fellfarbe beim Samojeden damit ausgestorben. Pedro hatte auch einige schwarze Nachkommen, mit denen jedoch entweder überhaupt nicht weitergezüchtet wurde, oder deren Linien bald daruaf ausstarben, das lässt sich nicht mehr nachvollziehen.

Unter der weißen Tarnkappe jedoch ist der Samojede auch heute noch sehr variabel. Am A-Locus ist das rezessive Schwarz sehr häufig, auch das at-Allel kommt vor. Am K-Locus kommen KB und ky vor, ob das von Sabarka eingebrachte b-Allel noch im Genpool existiert, ist mir unbekannt, ausschließen kann ich es jedoch nicht.

Und so überrascht es nicht, dass die Nachkommen von Cito v. Pol tatsächlich alle Schwarz waren. Es war nur ein funktionierender Mc1-Rezeptor nötig, um die schwarze Fellfarbe wieder ans Tageslicht zu befördern. Cito war wohl reinerbig für dominantes Schwarz (Genotyp KB/KB).

Tamaras Ahnentafel:



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18.03.2017 Neue Seite: Fusselmonstereien
 
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